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Hoi zämme! - 11. Februar 2012


In zürich von Ruth zwei Schokkis in Empfang genommen. O Ruth. Schokki in Afrika. du hast vielleicht auch gezweifelt, ob das eine gute Idee ist, hast deinem Herzen dann aber freien Lauf gelassen. nachträglich kann ich sagen: du hast recht daran getan, denn schon 24 Stunden später hatte ich die Schokkis beide schon fast ganz gegessen!

 


Der Flug nach Tunis interessant: mit einer sehbehinderten Tunesierin geredet. Der Flug nach Dakar dann langweilig. Dort vom Taximan des mir empfohlenen Hotels abgeholt. Hotel direkt am mehr. klein und alles da, was man braucht, nur kein Internet. Dort einen Tag Pause gemacht und geschrieben ...

sehr angenehm und wohltuend. Einmal ausgiebig innerlich aufräumen nach dem Organisieren von vorher. Dann (Donnerstag früh) der Sprung nach Nouakchott: 5 Stunden im siebenplätzigen Peugeot 505, dann in der Piroge über den Fluss Senegal gepaddelt worden (wie vor 200 Jahren), sau friedlich, Lüftchen und lachen und Wellengeplätscher. Dann mit Geldwechsel lieb übers Ohr gehauen worden. Dummer Tourist. Informier dich doch vorher über die Wechselkurse ... Grins und weg! Sonst alles gut. Nix klau, nix schrei und hau! Obwohl der Grenzübergang auch bei Einheimischen nicht gerade den besten Ruf hat.

Nach dem letzten Stempel per Taxi - zu fünft in einem fast neuen Mercedes - nach Nouakchott. Abends ca. 18:00 hier. Ousmane hat ein Zimmer im Haus von Freunden für uns gemietet. Einfach, sauber. Es ist, wie wenn man im Bahnhof Basel ein Zimmerchen hat - eine dünne Holztür trennt dich diskret vom Gewimmel in der Halle. Dort ist bis 22:00 dauernd Jahrmarkt ... naja, sie kochen halt und reden ein wenig und hie und da kommt Besuch. Auch zu Monsieur Martin - dem Geldeseli aus dem Westen. Er sitzt und wundert sich, fragt, hält sich die Ohren zu und lacht und sehnt sich hie und da nach irgend einem ruhigen Küchentisch und einer Kultur, deren Schleichwege mir so bekannt sind, dass ich gar nicht mehr über sie Nachdenken muss

Heute hat ein politisch engagierter Rapper (ein spannender Besuch schon vor dem 1. Kaffee ...) gesagt: Das war schlau von dir, hier in einem Vorort mitten bei den Leuten zu wohnen. Hier wirst du sicher nicht entführt, denn das passiert nur denen, die in den Hotels im zentrum wohnen ... im Übrigen ist es kein sehr freier Staat, dieses Mauretanien.


Martin