Rundbrief 2: Im Eiltempo durch den Iran. - Delhi, 17. Dezember 2004

Als ich am Dienstag frueh die Grenze nach Indien ueberquerte, kam es mir vor, als ob ich einen Koffer voller Geschenke mit mir schlepped. Der Koffer enthaelt eine kleine Abteilung namens #Iran# und eine viel groessere namens #Pakistan#. Als ich am 15. November in Frankfurt ins Flugzeug nach Tehran stieg, wusste ich noch ncihts von diesem Koffer. Da war alles noch leer. Doch waehrend der folgenden Wochen began sich dieses Wunderding zu fuellen. Geschichten, Begegnungen, Beobachtuingen, Gedanken … zu viele, um sie hier allez u erzaehlen -/ und ueber allem der Geruch von einer grossen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft{


Theran und Isfahan die Prächtige

Der zweiwoechige Unterbruch meiner Reise hatte meinen Zeitplan einigermassen durcheinander gebracht. Deshalb habe ich mir fuer den Iran nur wenig Zeit nehmen koennen. Ich kam Abends relative spaet in Tehran an, wo mich Moshen, ein Bekannter des Mannes einer Freundin meiner Freundin Denise, in Empfang nahm. Er hatte einen weiteren Freund mitgebracht, da Moshen selber nur wenig Englsich sprach. Die beiden halfen mir ein Hotel zu finden und begleiteten mich am naechsten Tag auf die Schweizer Botschaft, wo ich Gruesse von meinem Bruder Thomas ausrichtete und mich in seinem Namen fuer die unkomplizierte Hilfsbereitschaft bedankte, auf die er dort gestossen war, als er wegen des Todes meiner Mutter Ende Oktober versucht hatte, mich im Iran, wo die Familie mich vermutet hatte, zu finden. Ich wollte die Gelegenheit beneutzen und erkundigte mich noch einmal nach der Gefaehrlichkeit meines Unternehmens, insbesondere nach den Risiken im Grenzgebiet von Iran und Pakistan. Ich merkte bald, dass die beiden Botschaftsangestellten im Grunde keine Ahnung von der konkreten Reisesituation in dieser Gegend hatten. Sie wiederholten nur, was auf der Webseite des EDDA – eidgenoessisches Departement des Aeusseren – zu lessen ist. Von Zugverbindungen und aehnlichem htten wussten sie nichts. Auf irgendwelche Zwischenfaelle in dem Gebiet angespochen berichteten sie von ein zwei Vorfaellen im vergangenen Jahr … Nun. Ich liess es schliesslich bleiben und nahm mir vor, mich vor Ort noch einmal zu erkundigen. Am Nachmittag desselben Tages machte ich mich nach Issfahan auf, eine etwa fuenfstuendige Busfahrt von Tehran aus.



In Isphahan nahm ich ein Freund des Bekannten des Mannes der Freudnin von Denise in Empfang. So wie Moshen war auch Shamir offenbar ueberzeugt, dass ein Mensch aus dem Westen nur in einem Hotel uebernachten kann, in dem er ein Westclo sowie Kuehlschrank, Fernseher und Telefon hat. Da diese Hotels 1. teuer und 2. meist meist ziemlich langweilig sind, versuchte ich ihn zu ueberzeugen, dass es doch sicher auch andere moeglihkeiten gaebe. Schliesslich landete ich irgendwo in der Mitte – Kuehlschrank bzw. Minibar, Fernseher, Telefon aber aber indisches Kauerclo.



Isfahan ist bekannterweise eine preachtige Stadt. Ihr grosser Hauptplatz mit dem XYZ-Palast und der gruenen Mosche ' oder ist sie blau? – sind auf muss fuer jeden Iranreisenden. Also habe auch ich es versucht und Shahims Angebot, mir diese Herrlichkeiten zu zeigen, angenommen. Der Erfolg des Unternehmens war maessig. Da Shahims englsich einigermassen begrenzt war, gingen seine Erklaerungen nicht wesentlich ueber #very beautiful# und #yes, is Mosk# hinaus. Ich tappet neben ihm her und versuchte mir aus den spaehrlichen Erlaeuterungen und den gelegentlichen Geraeuschen irgend ein Bild zusammen zu reimen. Hie Das Ergebnis blieb unbefriedigend und der Frust wuchs. Vielleicht ist das mit dem blinden Touristen doch keine so gute Idee/ Jedenfalls mit Sightseeing muss ich vorsichtiger sein. Shahim gab sich Muehe und ich natuerlich auch, aber dass ich Isfahan gesehen habe, kann ich dennoch nicht behaupten. Also auf nach Yaazd, weitere 4 Zugstunden suedlich von Isfahan. Dort kannte ich niemanden, dort musste ich alleine uebr die Runden kommen.


Yaazd oder die Unmöglichkeit, verloren zu gehen

Nun ja, es ging in Yaazd wie es seither an vielen Orten gegangen ist. Ich stieg aus dem Zug aus, wartete ein wenig und ueberlegte, was jetzt zu tun sei, als jemand meinen Arm ergriff und mich irgendwohin – in Richtung Bahnhofsausgang und Zivilisation nehme ich an – fuehrte. Ich sagte nur #Thank you# und dann #Taxi/#, worauf ich einem anderen Menschen uebergeben wurde, mit dem ich eine aehnlich reiche Unterhaltung hatte. Dann standen wir auf dem Bahnhofplatz und ich began mit vier oder fuenf Maenner ueber mein angestrebtes Hotel zu diskutieren. Das Silkroad Hotel – vom Lonelz Planet empfohlen – war ihnen kein Begriff und sie einigten schliesslich darauf, dass das Cohan Hotel meinen Wuenchen wohl am naechsten kommt, verfrachteten meinen Ruckack in den Kofferraum und mich ins Taxi.

Tatsaechlich war das Cohanhotel eine gute Wahl. Waehrend der zwei Tage, die ich in Yaazdzubrachte, adoptierte mich der Hotelmanager al seine Art Privatgast, ein interessanter Vogel, mit dem sich vielleicht auch ein wenig Werbung fuer sein Hotel machen liesse. Als ich am Donnerstag Mittag zum Mittagessen aus dem Hotel wollte, fand er dies jedenfalls keine gute Idee. Man wuerde mir das Essen bringen, das sei viel klueger. Eine richtige Erklaerung gab es zunaechst nicht. Erst etwas spaeter wurde klar, was da vor sich ging. Er hatte mittlerweile das locale Fernsehen informiert, und er wollte um keinen Preis riskieren, dass der Vogel vielleicht ausgeflogen ist, wenn das Fernsehen anrueckt. Zum Glueck kam die Truppe schnell, sodas ich am Nachmittag wieder frei war{ Es gab ein regelrechtes, peinliches Interview, in dem ich ueber meine Reiseerfahrungen und die Freundlichkeit der Menschen im Iran sprechen und ein paar lobende Worte ueber das Cohanhotel sagen sollte. Danach war ich, wie gesagt, frei, und ich beschloss es mit der Welt ausserhalb des romantischen, ruhigen Hotels zu versuchen.



Wieder erlebte ich etwas, was ich seither oft erlebt habe. Ich sitze zuerst im Hotel und denke darueber nach, was ich dort draussen ueberhaupt will. Ich habe allerlei Vorstellungen darueber, wie es dort ist – laut, unangenehm, zu schwierig fuer mich – und will eigentlich nicht raus. Schliesslich gebe ich mir einen Schups und gehe und moistens ist das, was dann passiert, nicht halb so muehsam oder langweilig, wie ich es mir in meinem Pessimismus vorgestellt habe. Im Gegenteil. Ich merke immer wieder, es lohnt sich, dem Leben da draussen eine Chance zu geben.



Yaazd ist eine alte Wuestenstadt. Die Strassen der Innenstadt, in der mein Hotel lag, sind so eng, dass es dort kaum Autos und nur wenige Motorraeder gibt. Die Haeuser sind, wie in diesen Gegenden uelibch, ganz um einen Innenhof –häufig kombiniert mit einem Gartenteil – angelegt. Ich tappe vorsichtig vorsichtig durch die stillen, sonnigen Strassen, immer auf der Hut vor irgendwelchen offenen Kanalisationsschaechten und aehnlichen Schrecknissen für den blinden Drittwelttouristen... Meine Haende gleiten über unregelmaessig verputzte Mauern. Nur hie und da stosse ich auf eine Tuere. Ich betaste alles eingehend. Sight seeing der besonderen Art denke ich und ertappe mich bei ersten Anflügen von Langeweile. Mauern sind ja interessant, auch kulturell! Aber immer nur Mauern? Das kann's ja wohl auch nicht sein.

Nach einigen Minuten kamen mir ein paar Iranis entgegen, die sich in passablem Englisch nach meinen Woher und Wohin erkundigten. Wir hatten uns bereits wieder getrennt, als zwei der Gruppe zurueckgerannt kamen. Sie gingen eben in einen Deutschkurs fuer zukuenfitge Tourgides. Ob ich nicht mitkommen wolle. Fuenf Minuten spaeter sass ich in einem kuehlen Schulzimmer in irgend einem Hinterhaus, eine Treppe hoch. Die Stunde war nicht gerade berauschend, was auch meine gaehnenden Nachbarn fanden. Anschliessend ging die Diskussion darueber los, was wir jetzt tun koennten. Nach einigem hin und her waren die Plaene gemacht und ich verbrachte einen vergneuglichen Abend mit Moshem dem zweiten und einigen seiner Freunde. Ein erster Hoehepunkt war die Besteigung eines Minarets. Moshem prustete hinter mir her. Er sei noch nie hier oben gewesen. Das sei wja furchtbar hoch. Doch als wir oben waren, lobte er Allah mit lauter stimme und war begeistert, seine Stadt dank mir endlich einmal aus dieser Perspektive zu sehen. Danach besuchten wir eine Uebungsstunde einer lokalen Kampfsportgruppe. Das Keulenschwingen der Maenner ging einigermassen an mir vorbei. Doch das Getrommel und der Gesang der begleitenden Musikgruppe waren eindruecklich. Neben der Schlung von koerperlicher Kraft und Geschicklichkeit ging es offenbar auch um die Staerkung des eigenen Ich und um eine Art moralischen Trainings. Ehrlichkeit, Tapferkeit und moralische Reinheit waren jedenfalls die Kernworte, mit denen die Kaempfer angefeuert wurden. Anschliessend an dieses offene Training besuchten wire in Konzert mit traditioneller iranischer Musik, welches zufaellig am selben Abend statt fand. Kaum hatten wir unsere Plaetze eingenommen, kam eine Frau auf uns zu, die von ihrem Bruder schwaermte, der heute Abend singen sollte. #Der beste Saenger der Welt#, meinte sie. Dann sagte sie ploetzlich, sie muesse jetzt wieder auf die Frauenseite zurueck. #Die Sittenpolizei will es so. Wenn die Lichter ausgehen und das Konzert beginnt komme ich wieder. Dann sitzt der Polizist draussen und wir koennen wieder tun was wir wollen.#- Reste der grossen islamischen Revolution von 1979, an die im Iran heute kaum noch jemand glaubt, jedenfalls niemand von den Menschen, mit denen ich gesprochen habe. #Wir haben urspruenglich alle daran geglaubt. Waren von Chumeni begeistert. Aber vor allem seit der Krieg mit dem Irak vorbei ist haben sich unsere religioesen Fuehrer als so corrupt und doppelzeungig erweisen, dass die Sache fuer uns heute endgueltig tot ist#, erzählt mir einer meiner Begleiter, und was er sagt scheint der allgemeinen Stimmung im Iran so ziemlich zu entsprechen. Zumindest in den Städten ist die Anhängerschaft der Revolution stark zusammengeschrumpft, und die alten Sittenwächter werden kaum mehr ernst genommen. „Der Krieg war für uns ein Wendepunkt“, erklärt mir eine iranische Ärztin, die ich im Flugzeug nach Theran getroffen habe, ein paar Monate später. Sie war damals Mitglied der kommunistischen Partei Irans. „Auch wir Kommunisten haben die Revolution im Prinzip begrüsst. Endlich eine Art politische und kulturelle Eigenständigkeit; nicht diese dauernde Abhängigkeit von den USA. Auch den Krieg haben wir akzeptiert. Er wurde uns aufgedrängt: Die Amis schickten die Iraker vor, weil sie uns klein kriegen wollten. Da konnten wir nicht gegen den Krieg sein. Aber als Chunenie dann all diese Kinder in den Krieg schickte – hunderttausende! – da protestierten wir. Es gab genügend erwachsene Männer. Wie kann er Kinder – 10, 12jährige – ohne Ausbildung, ohne Waffen, ohne Training – an die Front schicken. Das ist Mord! Erst da sagten wir „nein“ zu Chumenies Politik. Na. Was danach aus diesem heuchlerischen Regime geworden ist, brauch ich nicht zu erzählen. Wir mussten dann fort. Aber heute bin ich stolz auf mein Land. Die Menschen wehren sich – zumindest in den Städten und an den Universitäten –, und sie sind so klug und so frei in ihrem Denken! Auch die Frauen!“

- Der Genuss des Konzertes war leider etwas dadurch beeintraechtigt, dass alle Instrumnte – Trommeln, Violine, diverse Zupfinstrumente und Gesang –durch einen voellig ueberlasteten Lautsprecher auf uns schepperte, sodas viele Nuancen verloren gingen. Immerhin. Das Konzert war gut und die Musik ist spannend. …



Ich merke schon, dass es so mit meinem Schreiben nicht geht. Da ist der Koffer mit all den iranisch-pakistanischen Paeckchen drin und wir sind noch immer dabei, das erste dieser Erlebnispakete auszupacken. Wir sind erst in Yaazd ... das war vor vier oder fünf Wochen! Kann ich denn wirklich nicht schneller erzaehlen ... Ich verstricke mich zu sehr in Einzelheiten, kuemmere mich zu viel um Stil, anstatt einfach das Wichtigste zu schreiben … "einfach"? Das "Wichtigste"? Und wenn nun einfach alles wichtig ist? – Und doch, ich bin in Delhi und ihr, ihr seid noch im Iran! Im Hintergrund laeuft ein Kricketmatch, um mich sitzen vielleicht sechs andere Touris und checken ihre Mails. Vor einer halben Stunde kam der Manager des Internetkafees und schlug vor, meinen langen Text doch einmal zwischenzuspeichern, #just in case#. So fuersorglich sind die Menschen …



A propos fuersorglich. Als wir nach dem Konzert an jenem Abend in Yaazd in einem Restaurant sassen, klingelte Moshens Handy. Am Apparat war der Nachtportier des Cohan Hotels. Er mache sich sorgen, wo ich wohl sei. Sie haetten mich seit dem Nachmittag nicht mehr gesehen. Fragt mich nicht, wie er die Nummer von Moshem herausgefunden hat. Er hatte uns um fuenf kurz zusammen gesehen, als ich im Hotel vorbeiging, und irgend jemand dort musste irgendwen gekannt haben, der ihn kannte … So viel nur zum Thema Fuersorglichkeit.


Menschliche Flaschenpost. Die iranisch-pakistanische Grenze

In Yaazdbereitete ich mich seelisch auf den #grossen Sprung nach vorn#, d.h. auf die Ueberquerung der iranisch-pakistansichen Grenze vor. Irgendwann am Nachmittag fuhr mein Bus nach Zahedan, wieder rund 12 bis 14 Stunden suedlich von Yaazd. Von dort geht es per Minibus oder Shared Taxi zur einzigen Grenzstation zzwischen Iran und Pakistan.

Im Bus nach Zahedan schien niemand englisch zu sprechen. So zog ich mich in Doris Lessings #und wieder die Liebe# zurueck und fragte nur hie und da schuechtern #Zahedan/ Zahedan?#. Um fuenf Uhr in der frueh tippet mir jemnd auf die Schulter – ich war mittlerweile eingeschalfen – und sagte. #Zahedan#. Ich krabbelte aus dem Bus und fragte sicherheitshalber noch einmal #Zahedan#? Die Antwort war beruhigend. #Yes, Zahedan#. Darauf ich mit ermutigendem Grinsenund auf mich deutend #Pakistan border, Pakistan border#. Nach einer kurzen Rueckfrage und weiterem Kopfnicken und Laecheln meinerseits nahm mich jemand an der Hand und brachte mich zu einem weiteren Jemand, dem er auf Farsi oder in einer anderen, mir nicht verstaendlichen Sprache irgendetwas erklaerte. Dann uebernahm dieser meine Hand und uebergab mich bald einem dritten Menschen und so fort. Ich unterstuetzte diesen Transfaer lediglich durch ein gelegentliches #pakistan border# und durch ausgiebiges Laecheln und Kopfnicken. Die Staffette endete schliesslich bei einem Taxi. #We wait for other customer. If not other customer more expensive#. Nach etwa zehn Minuten kam tatsaechlich noch ein Customer und wir fuhren los.

Mein Mitfahrer, ein Afgane von mitte 60, schimpfte waehrend der ganzen rund 80 km zum Grenzübergang in ausgezeichnetem englisch ueber die verdammten Amerikaner. #What are you doing to us. You have no business over here …# ich versuchte ihn zu beruhigen, indem ich ihm heftig zustimmte und hie und da darauf hinwies, dass ich selber kein Amerikaner sei. Ich weiss, das war schäbig – so eine Art Weisswaschen auf Kosten seiner Freunde, aber das Gebruell des Loewen klang grausig. Man kann ja nie wissen, dachte ich mir, und hoffte, dass die Aufregung dieses alten Afganen nicht zu einem Flaechenbrand fuehren wuerde. Es war die einzige Begegnung waehrend der gesamten beinahe vier Wochen in Pakistan, in de rich diese Art von ungefilterter Wut erlebt habe. Der brüllende Löwe benahm sich an der Grenze bereits ganz freundlich und uebergab mich schliesslich einem Beamten, der mich durch die anstehenden Formalitaeten fuehrte. Dabei bestand meine Hauptarbeit darin, geduldig auf meinem Plastikstuhl zu sitzen und zu warten ...



Ja. Warten muesst auch ihr jetzt, denn in einer Stunde brechen wir von Delhi nach Dharamsala, dem Sitz der tibetischen Exilregierung, auf. Ich weiss nicht, wann ich euch das naechste Mal schreiben kann. Ich hoffe immerhin, dass es nicht zu lange hin sein wird.

ob ich dort dazu komme, euch zu schreiben. Fuer heute lebt jedenfalls wohl und ... ja, stimmt: schoene Weihnachten. Hier merke ich nicht viel davon, aber euch sind die Vorbereitungen sicher seit Wochen in vollem Gange!



Martin

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