Zitat

Bei zu häufigen Gelegenheiten noch steht die Welt der Erwachsenen mit ihren vom grauen Altertume her "geheiligten" vermeintlichen Vorrechten, Verboten und Despotismen als solidarische Macht der Kinderwelt gegenüber. Völlig ausrotten muss der Mensch in sich den Dünkel, in irgend einer Hinsicht mehr zu sein, als ein Kind. - Paul Geheeb 1936

Sprache zwischen Natur und Wissenschaft

Wie entwickelt sich gutes Beobachten und konsequentes Denken, und welche Bedingungen verhindrn diese Entwicklung, das war die Frage mit der sich Martin Wagenschein bis in sein hohes Alter befasste. Anlässlich der Verleihung des Preises der Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache sprach dieser stille Revolutionär 1985 zum Thema "Sprache zwischen Natur und Wissenschaft".

Martin Wagenschein (1896-1988) gehörte zu den prominentesten Mitarbeitern der Geheebs. Er arbeitete von 1924 bis 1933 an der Odenwaldschule, wo er die Grundlagen für seine "genetisch sokratisch exemplarische Methode" des Unterrichts entwickelte. Seine lebenslängliche Verbundenheit mit den Geheebs und ihren Schulen kommen auch in der Rede zum Ausdruck, mit der der damals 89 jährige sich für den im September 1985 erhaltenen Preis der Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache bedankte.

Den vollständigen Text der hier auszugsweise wiedergegebenen Rede zum Thema "Die Sprache zwischen Natur und Wissenschaft" finden Sie im Jahrbuch 1985 der Henning-Kaufmann-Stiftung zur Pflege der Reinheit der deutschen Sprache. Marburg1986, S. 53-90

Mehr über diesen unzeitgemässen Pädagogen finden Sie im Martin Wagenschein Archiv oder auf den Seiten der schweizerischen Wagenscheingesellschaft .


©2006, Martin Näf, Basel. Letzte Änderung 7. September 2008

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