Wer irgendwie nicht ganz ordnungsgemäß und vollständig seine Schule durchlaufen hat, dem fehlen die betreffenden Zeugnisse. Wem Zeugnisse fehlen (vor allem das Abgangszeugnis), der ist von vorneherein suspekt und anrüchig und der bekommt keine Stellung. Und wer keine Stellung bekommen kann, der kann sich in der korrekten europäischen Kultur nur gleich an die Hühner verfüttern lassen, und wenn er ein Genie an Begabung, ein Wunder an Fleiß wäre. Das Können wiegt nichts, das Zeugnis alles. - Walter Borgius

Über die Schule hinaus. Wo endet unsere Geschichte

Im Rahmen des Symposiums "Theater träumt Schule", welches am 8./9. Januar 2010 in Zürich stattgefunden hat, habe ich einen Workshop zum Thema "Entschulung" gegeben. Im Vorfeld dieser Veranstaltung habe ich mir u.a. noch einmal Peter Sutters Buch "schafft die Schule ab" angesehen. Dabei hat mich der Abschnitt "Lernzentren als Alternativen zu Schule" erneut begeistert. Eine konkrete, machbare Utopie. Konkret und doch sehr offen und weiträumig. Beim lesen habe ich jedoch festgestellt, dass mir die wichtige Rolle von "Angeboten" in Sutters Buch und anderen Büchern im Grunde nicht gefällt. Ich reagiere darauf mit einer Mischung von Misstrauen und entteuschung ...

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Unsere ach so friedliche Welt!

Gewalt unter Kindern und Jugendlichen! Die Medien berichten seit Jahren fast jeden Tag davon! Fachleute sind besorgt- ernstlich besorgt! Es handle sich hier, so sagen sie, um ein historisch ganz neues Phänomen. Das Problem ist längst nicht mehr auf den Bereich der Schule beschränkt. Scheinbar unmotivierte Gewalttätigkeit tritt heute auch bei Drei- und Vierjährigen immer häufiger auf. Insbesondere in den städtischen Ballungsgebieten beginnt man nach geeigneten Massnahmen zu suchen, um die Sache in den «Griff» zu kriegen. So legitim und wichtig diese Bemühungen sind, so falsch wäre es, bei unserem Nachdenken über diese Thematik dort stehen zu bleiben. Es scheint mir wichtig, dass wir diese beunruhigende Entwicklung nicht nur als individuelles Problem bestimmter Kinder, sondern auch als soziales Alarmsignal verstehen und angehen. -
Erstmals erschienen in "unterwegs", September 1994, Martin Näf

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Miesmacher und Schönfärber - Sokrates, wie sehr fehlst du mir!

Ich weiss, Sokrates ist tot, aber ich möchte so gerne mit ihm sprechen, weil ... Ich weiss es eigentlich nicht, aber ich bin so allein gelassen...

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Sokrates, du irrst!

Ich weiss, dass ich nichts weiss oder vielleicht doch ... Ich vermute, dass ich vielleicht mehr weiss als alle anderen oder ... Ich weiss eigentlich nichts mehr als das was ich ...

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Spuck mir nicht in meine Tagessuppe. Rechthaben und Rechtschreiben

Haben Kommaregeln und das Dehnungs-H etwas mit Faschismus zu tun? Sie meinen "nein", ich meine "ja" ...

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Die langen Schatten der Wohlerzogenheit oder: von unserer alltäglichen Bravheit

Um Hilfe bitten, einem anderen zulächeln, nachfragen, wenn wir etwas nicht verstanden haben, eingreifen, wenn etwas geschieht, das uns missfällt oder gefällt ... solche und ähnliche Fähigkeiten sind die Voraussetzung jeder wirklichen Demokratie. Da wo diese Fähigkeiten verkümmert sind, wird auch die Demokratie nicht mehr lange leben.

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Wenn ich ein Kämpfer wäre

Ich bin kein Kämpfer. Wenn ich ein Kämpfer wäre, dann hätte ich die Schule geschlossen oder so umgestaltet, dass Kinder und Erwachsene wirklich etwas lernen.

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Krisen, Krisen, Krisen oder: wo führt das hin!

Wir leben in unfreundlichen Zeiten. Der Meeresspiegel steigt und bedroht die Existenz ganzer Staaten, täglich verschwinden hunderte von Pflanzen- und Tierarten, die sich über Jahrmillionen auf unserem Planeten entwickelt haben ...

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Griechen und Griechinnen. Warum machst du uns das Leben so schwer!

Die Griechen lassen sich mit 50 Pensionieren, haben ein gemütliches Leben, einen riesigen und ineffizienten Beamtenapparat, sitzen jeden Tag drei Stunden in einem ihrer schnuggeligen Cafés beim mittagessen und lachen ... Nein, nein. Solidarität ist gut und recht, aber nicht mit den Griechen.

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