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Menschen, Schule und Geld oder: "gerechte Welt"

Müll in Seen und Meeren, ökologische Katastrophen aller Art, schmelltsen der Gletscher, Anstieg der Meere, sterben von Pflatzen- und Tierarten, die zunahme der Bevölkerung, die Flüchtlingsströme, Kriege und alles andere, was Umweltverschmutzung" heisst müssen angepackt werden. Das geht nicht ohne ein Umdenken der Menshen, auch wenn Umdenken für viele nur widerwillig geschieht.

Umdenken? Verzichten? Den Gürtel enger schnallen? Ich fürchte, wir haben keine andere Wahl. Die Wirtschaft muss vom Geld abgekoppelt werden und Berufe im heutigen Sinn gäbe es nicht mehr. Erfahrung, nicht Schul-Bildung muss wieder das Kriterium für einen Beruf sein. Man muss einen wirklichen Beitrag zum Leben leisten. Alte und junge Menschen müssen sich wieder vermehrt auf das Leben anderer einlassen. Die Umwelt muss einen höheren Stellenwert erhalten als zur Zeit. Dabei geht es auch darum, die Schäden wieder zu beseitigen, die wir verursacht haben, und zwar nicht nur materiell sondern auch sozial. Man muss vermehrt begreifen, was wir verlieren, wenn wir so weitermachen wie jetzt. Dabei bin ich überzeugt, dass wir auch vieles gewinnen, was jetzt fast verloren ist.

Vielleicht kann das ganze nur noch geschehen, wenn ein gewisser Druck dahinter steht. Wir müssen uns immer wieder vergewissern, dass man an der gleichen Sache arbeitet. Es könnte sich um soziale, ökologische oder andere Dinge handeln, nur tut etwas was den Menschen bewusst macht, das wir als einzelne verloren sind, wenn wir nicht endlich wieder das Steuer in die eigenen Hände nehmen. Wir müssen, ob wir wollen oder nicht, auch an andere Lebewesen und an die Menschen denken, die um uns sind.

Ja, die gibt es tatsächlich, auch wenn wir es nicht wahrnehmen. Menschen, die unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen, alles, was patentierbar ist, wird patentiert, Pflanzen, Tiere und Menschen können gezüchtet und geklohnt werden, die Technik läuft aus dem Ruder. Was ist aber Wirtschaft, was Schlule, wenn Geld nicht mehr die treibende Kraft ist?

Die Wirtschaft wäre nicht mehr so interessant, wenn nicht mehr soviel Geld hinter ihr stecken würde. Darum ist es wichtig, Menschen und Geld auseinander zu halten. Wie das konkret aussieht, dass müssen wir zusammen entscheiden. Man könnte allen Menschen nur einen beschrenckten Betrag Geldes ausleihen, damit sie leben können, aber reich würden sie nicht. Man könnte die Wirtschaft wieder auf die Füsse stellen, also Reklame auf ein menschliches Mass zurückschrauben und denen einen Lohn geben, die es wirklüch verdient haben. Man könnte die Luxusgüter hoch versteuern und dafür diejenigen Güter, die man immerwieder braucht,gar nicht oder wenig besteuern. Man müsste sich verpflichten, etwas für die Gemeinschaft zu tun, und zwar ein Leben lang, sagen wir 10 oder 20 Stunden pro Monat, denn da haben wir sehr viel nachzuholen, wenn wir eine andere Welt wollen!

Die regionale Wirtschaftsweise wäre wichtiger als weltweit arbeitende Konzerne. Überregionale Wirtschaft müsste abgebaut werden. Das ginge von Lebensmitteln und Kleidern zu technischen Apparaten, Medizin und Militär. Da die Schule nicht mehr obligatorisch ist, könnte man auch viel eher entscheiden, was der Einzelne braucht und will. Damit würde der Mensch auch unabhängiger von einer Wirtschaft, die jetzt alles dominiert, auch das Militär, wahrscheinlich die letzte Waffe, die die Menschen abgeben müsten, wenn sie überleben wollen.

Man könnte viel freier entscheiden, wie lange man arbeiten möchte, wann man Ferien machen oder den Job an den Nagel Hängen und eine andere Arbeit anfangen will. Man müsste sich einigen, wann man aus einem bedrieb aussteigen und Reisen, ein Studium oder eine neue Arbeit anfangen möchte. Man müsste mit anderen diskutieren, wie flexibel die neue Arbeit und die Verantwortung und anderes ist. Wer sich bewährt, der wird gesehen und mehr und mehr in den Betrieb eingebunden. Die Schulfrage würde ähnlich wie die Erfahrungen behandelt. Wer sich einsetzt wird gesehen.

Die Wirtschaft insgesamt ist nicht für alles verantwortlich, denn wir haben auch mitgespielt. Allerdings sind viele eher mitläufer anstatt anführer gewesen, darum müssen vorallem diejenigen, die das ganze verursacht haben rechenschaft ablegen und erkennen, dass sie auf das falsche Pferd gesetzt haben. Sie müssen einsehen, dass die Zeiten sich geändert und das Spiel jetzt aus ist. Vielleicht ist es hart, vom Ross zu steigen, aber es muss sein. Privilegien aller Art gibt es nicht mehr. Auch finanziell ist nichts mehr drin. Vielleicht ist es hart zu Fuss zu gehen, aber Milliunen müssen zu Fuss gehen, also ihr auch. Wir werden umlernen müssen, auch wenn es uns schwer fällt.

Copy 2019 Martin Näf

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