Vom Lernen ohne Unterricht. Arno und André Stern erzählen von der Freiheit, abseits der Schule lernen zu dürfen

Es gibt so vieles, was wir müssen. Was wir müssen sollen. Zum Beispiel in die Schule gehen, unsere Kinder in die Schule schicken. André Stern formuliert es mit einer Anekdote so: Er hat mit einem Eierbecher lesen gelernt, indem er die Zeichenfolge co als Eierbecher mit Ei betrachtete. Das weckte sein Interesse. Er fragte seine Eltern, die ihm erklärten, dass das Buchstaben sind. Er wollte wissen, wie sie heissen und wie sie klingen. So lernte er im Alter von drei Jahren lesen. Und er folgert: «Wie sinnlos wäre es nun, alle Kinder in allen Schulen genau so lesen lernen zu lassen: im Alter von drei Jahren, mit Eierbecher und Ei. Genauso sinnlos wäre es, alle Kinder in allen Schulen ab den Sommerferien nach dem sechsten Geburtstag das ABC lernen zu lassen. Warum aber tun wir genau das?» - 4. Mai 2015

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Leben ohne Schule - warum?

Es steckt eine Ironie in der Einstellung unserer Gesellschaft zu der Erziehung von Kindern. Wir ermuntern Eltern, kleine Kinder beim Erlernen zwei der schwierigsten und wichtigsten Dinge zu unterstützen, die sie je lernen werden: Laufen und Sprechen. Des Weiteren werden grundlegende Aspekte zum Erhalt unseres Lebensstils wie beispielsweise Werte, Einstellungen, Traditionen und Gebräuche ebenfalls zunächst und am besten innerhalb der Familie erlernt. Dann plötzlich, wenn ihre Kinder ein bestimmtes magisches Alter erreicht haben, wird Eltern unterstellt, dass sie nicht mehr fähig sind, den Bildungsprozess ihrer Kinder zu dirigieren. - von Wendy Priesnitz

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Spuck mir nicht in meine Tagessuppe. Rechthaben und Rechtschreiben

Haben Kommaregeln und das Dehnungs-H etwas mit Faschismus zu tun? Sie meinen "nein", ich meine "ja" ...

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Die langen Schatten der Wohlerzogenheit oder: von unserer alltäglichen Bravheit

Um Hilfe bitten, einem anderen zulächeln, nachfragen, wenn wir etwas nicht verstanden haben, eingreifen, wenn etwas geschieht, das uns missfällt oder gefällt ... solche und ähnliche Fähigkeiten sind die Voraussetzung jeder wirklichen Demokratie. Da wo diese Fähigkeiten verkümmert sind, wird auch die Demokratie nicht mehr lange leben.

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Miesmacher und Schönfärber - Sokrates, wie sehr fehlst du mir!

Ich weiss, Sokrates ist tot, aber ich möchte so gerne mit ihm sprechen, weil er zugehört und auch gesprochen hat. Oh Sokrates, wie fehlst du mir!

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Schule als Auslaufmodell? Kritische Annäherung an einen Mythos

Notate zur Entstaatlichung und Entschulung von Bildung im Horizont des aktuellen gesellschaftlichen Wandels. - Von Ulrich Klemm

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Was meinen Politiker mit Wohlstand und Wachstum ?

Bei allem Fortschritt den jeder gerne in Anspruch nimmt, nutzt und konsumiert, sind dennoch die Beeinträchtigungen des "Homo Faber" als Spezies und an sich selbst wie auch die Zerstörung der Umwelt und Lebensgrundlagen nicht mehr zu übersehen. Selbst Ökonomen mahnen zur Umkehr. Die Ignoranz einer breiten Masse von satten Wohlstandsbürgern lässt eine Umkehr, so
scheint es, erst zu, wenn es zu spät ist. - Lukas Koschnitzke

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Wir verlieren das Spiel ...

der Kampf um knapper werdende Resourcen – Wasser, Land, Öl, Uran und andere Rohstoffe – wird von Jahr zu Jahr brutaler; die Kluft zwischen reich und arm nimmt zu; die Menschen werden austauschbar; unsere Meere sind überfischt, die Umwelt durch Schwermetallrückstände verseucht.

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Wer hilft eigendlich wem und weshalb

Wenn wir einen Blick auf die Geschichte des öffentlichen *Schul*wesens und der *Schulpflicht werfen, entdecken wir, daß ihr in Wirklichkeit nicht so sehr falscher Altruismus zugrunde liegt als vielmehr bewußte *Konzeptionen, die Bevölkerung nach den Wünschen der Herrschenden zu formen. Widerspenstige *Minoritäten sollten dem *Mehrheitstypus angepaßt werden; alle Menschen sollten den "bürgerlichen" Pflichten unterworfen werden, wobei Gehorsam dem Staat gegenüber immer an hervorragender Stelle stand. - MURRAY N. ROTHBARD

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Ob wir es wollen oder nicht ... Sokratext und Aristofel im Gespräch über Computer, Internet und das ganze Zeug

Ich habe den Text vor 20 Jahren geschrieben und dann "vergessen". Jetzt kommt er mir aber so aktuell vor, dass ich beschlossen habe, ihn trotzdem ins Netz zu stellen. Lest und ... sagt 'ja ja, es stimmt'!

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Menschen, Schule und Geld oder: "gerechte Welt"

Müll in Seen und Meeren, ökologische Katastrophen aller Art, schmelltsen der Gletscher, Anstieg der Meere, sterben von Pflatzen- und Tierarten, die zunahme der Bevölkerung, die Flüchtlingsströme, Kriege und alles andere, was Umweltverschmutzung” heisst müssen angepackt werden. Das geht nicht ohne ein Umdenken der Menshen, auch wenn Umdenken für viele nur widerwillig geschieht.

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Maschinen - Menschen - Maschinen: Wie lange noch!

Sowohl beruflich als auch privat haben wir heute nur noch sehr selten Zeit, einem Gedanken oder einer Frage wirklich nachzugehen. Wir werden von Terminen und Sachzwängen vorangeschoben und selbst, wenn wir uns zwischendurch die Zeit nehmen, einen Artikel oder gar ein Sachbuch von A bis Z zu lesen oder an einen Vortragsabend zum Thema Schule oder Nachhaltigkeit oder Alternativmedizin zu gehen, endet unser "Nachdenken" oft auf halber Strecke oder noch früher, weil sich ein anderes Thema vorgedrängt hat oder weil das Nachdenken zu anstrengend, vielleicht auch zu beunruhigend ist, weil die Wäsche aus der Maschine genommen oder ein Kind aus der Krippe abgeholt werden muss.

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Krieg? Antigon und Sokrates im Gespräch

Ich verabschiede mich für jetzt. Ich gebe das Steuer einem erfahrenerem Mann, der euch besser erklährt, wohin die Reise geht! Gute Unterhaltung, wenn das noch Unterhaltung ist!

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im Auge des Zyklons

Ich habe nicht mehr viel vertrauen in die Menschen. Ich glaube eher, dass wir aussterben werden wie vor uns schon viele ausgestorben sind. Es ist Schade, aber ich glaube es, obwohl es für einige eine schöne Zeit gewesen ist.

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Gotthelf, Tolstoj, Steiner und Co. oder: Schule war nicht immer so und muss nicht immer so bleiben

Wir sind von Kindsbeinen an so sehr an die heute übliche Form von Schule gewöhnt, dass die meisten von uns sich kaum noch eine andere Art von Schule oder gar eine Gesellschaft ohne Schule vorstellen können. Wer sich nicht bewusst mit dem Thema Schule befasst könnte fast meinen, dass sie eine Art Naturphänomen sei, auf welches wir eigentlich keinen Einfluss haben. Dabei gibt es unsere moderne, flächendeckende, vom Staat betriebene, obligatorische Volksschule erst seit rund 150 Jahren.

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Bildung der Zukunft. Die Zwangsbeschulung ist überholt: Bildung braucht Freiheit

Was die Zukunft der Bildung angeht, bin ich optimistisch. Ich bin zuversichtlich, dass wir als Kultur wieder zu Sinnen kommen und unseren Kindern die Freiheit zurückgeben werden, die Kontrolle über ihr eigenes Lernen zu übernehmen, damit Lernen als integraler Bestandteil des Lebens wieder eine freudvolle, aufregende Angelegenheit wird, keine deprimierende und angstvolle Mühsal. - von Peter Gray , erschienen in OJA 34/2015

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„Lauf, Bello, lauf“. Erinnerungen an die ersten Schuljahre

Wenn ich in Gedanken in die Primarschulzeit zurückgehe, so kommt es mir vor, als ob damals immer Sommer gewesen sei. Ich erinnere mich an heisse Nachmittage, die wir gemütlich im Schulzimmer verdämmerten. Ich erinnere mich an Fussballspiele auf dem Pausenplatz: Zwei Holzkegel auf je einer Linie bildeten die Tore. Die beiden Mannschaften waren durch quer über der Brust getragene rote und blaue Bändel gekennzeichnet. Die „Roten“ und die „Blauen“ waren auch die beiden Abteilungen unserer Klasse. Ich gehörte zu den „Roten“. Manchmal hatten wir ohne die „Blauen“ Schule. Weshalb das so war und was die „Blauen“ in der Zeit taten, wusste ich nicht. Es war auch egal, denn um all dieses kümmerten sich die Erwachsenen. Sie stellten die Spielregeln auf, sagten was man am Nachmittag mitzubringen habe, welches Heft jetzt hervorgenommen werden sollte, wann und wo man die Pausenmilch trinken durfte und vieles mehr.

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Über die Schule hinaus. Wo endet unsere Geschichte

Im Rahmen des Symposiums "Theater träumt Schule", welches am 8./9. Januar 2010 in Zürich stattgefunden hat, habe ich einen Workshop zum Thema "Entschulung" gegeben. Im Vorfeld dieser Veranstaltung habe ich mir u.a. noch einmal Peter Sutters Buch "schafft die Schule ab" angesehen. Dabei hat mich der Abschnitt "Lernzentren als Alternativen zu Schule" erneut begeistert. Eine konkrete, machbare Utopie. Konkret und doch sehr offen und weiträumig. Beim lesen habe ich jedoch festgestellt, dass mir die wichtige Rolle von "Angeboten" in Sutters Buch und anderen Büchern im Grunde nicht gefällt. Ich reagiere darauf mit einer Mischung von Misstrauen und entteuschung ...

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Wenn ich ein Kämpfer wäre, dann wäre alles anders, aber so?

Oh wie gerne wäre ich ein Kämpfer wie Goliat oder Mama Bügsenschmid! Ich würde den Schleier, den ihr vor den Augen habt, herunterreissen bis ihr seht, dass ihr eine Kuh angebetet habt! Der Kaiser ist nackt!

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Was die Kirche war, das ist jetzt die Schule, und wir - machen nichts?

1972 erschien eine Studie mit dem Titel "Grenzen des Wachstums", in welcher der "Club of Rome", ein Zusammenschluss verschiedener WissenschaftlerInnen, an Hand von Modellrechnungen zu zeigen versuchte, zu welchem Zeitpunkt die Ressourcen unserer Erde erschöpft wären, wenn es uns nicht gelingt, unsere auf ständigem Wachstum und auf Profitmaximierung beruhende Wirtschaftsweise den physischen Grenzen unserer Erde anzupassen und das unkontrollierte Bevölkerungswachstum zu stoppen.

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Warum eigentlich? Eine in der Schule nicht mehr gestellte Frage

Es kann einem schon ziemlich schwindlig werden, wenn man so hineingeschmissen ist in den Strom von Nachrichten über Schule und Bildung oder sich - wie ich es gelegentlich tue - selbst hineinschmeisst in diesen Strom!

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